GGS-Blumenkamp

 


 

Wesel, den 21.03.2020

 Aktualisiert!

Elternbrief der Ministerin für Schule und Bildung

 

Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

 Die Ministerin

 27. März 2020

 Liebe Eltern,

die aktuelle Situation stellt uns alle vor große und noch nie da gewesene Herausforderungen –gerade auch Familien mit Kindern. Alle Menschen in Nordrhein-Westfalen sind aufgerufen, soziale Kontakte soweit wie möglich zu reduzieren. Infektionsketten, die zu einer weiteren, schnellen Verbreitung des Corona-Virus führen können, müssen unterbrochen werden. Im öffentlichen Raum dürfen nicht mehr als zwei Personen zusammen unterwegs sein, Ausnahmen gelten nur für die eigene Familie. Die Einstellung des regulären Schulbetriebes, die Beschränkung der Freizeitmöglichkeiten und der Bewegungsfreiheit sind besonders für Kinder und Jugendliche große Einschnitte. Sie verbringen nun viel Zeit zu Hause, ohne die gewohnten Strukturen, Abläufe und Beschäftigungsmöglichkeiten. In den Schulen findet derzeit nur eine Notbetreuung statt, die seit dem 23.03.2020 auch am Wochenende und in den Osterferien geöffnet bleiben wird. Diese Notbetreuung steht für Kinder bereit, deren Eltern in Bereichen der so genannten „kritischen Infrastruktur“ arbeiten. Dazu ist eine Bescheinigung des jeweiligen Arbeitgebers nötig. In der Notbetreuung werden Schülerinnen und Schüler bis Klasse 6 in kleinen Gruppen von Lehrerinnen und Lehrern und anderem pädagogischen Personal im Landesdienst der eigenen Schule sowie vom Personal des Ganztagsträgers betreut. In der Notbetreuung findet kein Unterricht statt, sondern werden andere Angebote zur Beschäftigung, nach Möglichkeit auch zur Bewegung der Schülerinnen und Schüler unterbreitet. Die Notbetreuung ist wichtig, damit Ärztinnen und Ärzte, Krankenschwestern und Krankenpfleger, Personal in der Altenpflege, Lebensmittel-Verkäuferinnen und Verkäufer und andere wichtige Berufsgruppen weiterhin ihrer Arbeit im Interesse der gesamten Gesellschaft nachgehen können. Ich möchte Sie herzlich bitten, mit diesen Regelungen bewusst und verantwortungsvoll umzugehen. Diesen Appell richte ich auch an alle Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber. Wo immer es geht, sollte es Eltern ermöglicht werden, von zu Hause aus zu arbeiten, damit die Kolleginnen und Kollegen in der Notbetreuung nicht überfordert werden. Bitte achten Sie strengstens darauf, dass Ihre Kinder außerhalb der Notbetreuung keine weiteren Kontakte über den eigenen Haushalt hinaus haben.

Auch für das Angebot der Notbetreuung gilt: Je effektiver wir Infektionsketten unterbrechen können, desto besser ist es. Die Organisation der Notbetreuung stellt auch unsere Schulen vor organisatorische Herausforderungen. Alle Kinder und Jugendlichen, alle Lehrkräfte und anderes pädagogisches Personal, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ganztagsträger sollen in der Notbetreuung sichere Bedingungen vorfinden, damit es auch hier möglichst nicht zu weiteren Ansteckungen kommt. Auch deshalb ist ein verantwortungsvoller Umgang mit der Nutzung dieses Angebotes nötig. Die Schulträger werden die erforderlichen Hygienemaßnahmen ergreifen. Die genutzten Schulräume werden regelmäßig gereinigt. Ich bin den Lehrkräften und dem Personal der Ganztagsträger und der Betreuungsangebote für den großen Einsatz sehr dankbar! Und auch Ihnen, liebe Eltern, möchte ich für Ihre Flexibilität und Ihre Bereitschaft, sich auf die für Sie oftmals schwierige Situation einzustellen, herzlich danken. Und ich möchte Sie auch um Ihr Verständnis bitten, dass wir Maßnahmen und Regelungen ständig prüfen und anpassen müssen. Diese besondereSituation fordert uns alle heraus und wir werden sie nur gemeinsam bewältigen. Wir brauchen Vernunft, Solidarität und Gemeinschaftssinn, um diese Situation zu meistern.

Gespräche in der Familie, gegenseitiges Verständnis für die Sorgen und Nöte der Familienmitglieder können helfen, diese Ausnahmesituation zusammen zu bewältigen. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien alles Gute! Bleiben Sie gesund!

 Ihre Yvonne Gebauer

Ministerium für Schule und Bildung NRW,40190 Düsseldorf

Yvonne Gebauer MdL Anschrift: Völklinger Straße 4940221 Düsseldorf Telefon 0211 5867-40 Telefax0211 5867-3220poststelle@msb.nrw.dewww.schulministerium.nrw.de


Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

seit dem 18.3.2020 bieten die Schulen eine sog. Notbetreuung an. Einen Anspruch auf Notbetreuung haben Eltern, wenn sie im Bereich sog. Infrastrukturen arbeiten. Dies gilt nun auch, wenn nur ein Elternteil in diesem Bereich arbeitet, falls eine Betreuung im privaten Umfeld überhaupt nicht gewährleistet werden kann.  Ebenfalls wird diese Notbetreuung jetzt auch auf den Samstag und den Sonntag und die Ferien ausgeweitet und für Kinder, die nicht in der Halb- oder Ganztagsbetreuung angemeldet sind.  Im Sinne Ihrer Kinder, Ihrer Familien und auch im Sinne des Lehrpersonals bitte ich Sie zu allererst Betreuungsmöglichkeiten im privaten Umfeld wahrzunehmen. Wenn wir die Kette der Ansteckung unterbrechen wollen, wäre es gut, wenn möglichst wenige Eltern auf diese Notbetreuung zurück greifen würden. Aber wir sind natürlich jederzeit für eine Notbetreuung bereit. Bei Bedarf erreichen Sie mich über die Schulmailadresse, die täglich abgerufen wird: schulleitung@ggs-blumenkamp.wesel.de.

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund!

Heike Romanski


Zusätzliche Infos

Die Unentbehrlichkeit der/des Erziehungsberechtigten ist gegenüber der Einrichtung durch

 

eine schriftliche Bestätigung des Arbeitgebers bzw. Dienstherren kurzfristig nachzuweisen.

Schlüsselpersonen sind Angehörige folgender Berufsgruppen:

•    Medizinisches Personal und Pflegekräfte aus Krankenhäusern,
Pflegeheimen, Arztpraxen und der Behindertenhilfe
•    Mitarbeitende der Kinder- und Jugendhilfe
•    Ordnungskräfte wie Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und
Katastrophenschutz
•    Mitarbeitende aus dem Bereich der öffentlichen Versorgung
(Telekommunikation, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung)
•    Mitarbeitende der Lebensmittelversorgung
•    Mitarbeitende der Verwaltung, der Justiz und des Staates

Für die Betreuung ist (nach Empfehlung des LVR FB 42 Kinder und
Familie) von den Erziehungsberechtigten zu bestätigen, dass die Kinder:
•    keine Krankheitssymptome aufweisen
•    nicht in Kontakt zu infizierten Personen stehen bzw. seit dem Kontakt
mit infizierten Personen 14 Tage vergangen sind und sie keine
Krankheitssymptome aufweisen
•    sich nicht in einem Gebiet aufgehalten haben, das durch das Robert
Koch-Institut (RKI) aktuell als Risikogebiet ausgewiesen ist bzw. 14 Tage
seit Rückkehr aus diesem Risikogebiet vergangen sind und sie keine
Krankheitssymptome zeigen.

Wenn Sie keine Möglichkeit haben, online auf die notwendigen Formulare zuzugreifen, werden diese von der Schule bei Bedarf ausgegeben..

Heike Romanski                                Susanne Kleisch

(Schulleitung)                           (Leiterin des Ganztages/Halbtages)